In der vergangenen Woche konnten die 10er Klassen der Realschule plus Hoher Westerwald in Rennerod einen besonderen Gast in ihrem Unterricht begrüßen. Der Jugendoffizier der Bundeswehr, Hauptmann Julian Ströbl, war aus Koblenz angereist, um sich den Jugendlichen vorzustellen. Natürlich interessierten sich die Schüler besonders für seinen beruflichen Werdegang.

Zu den ausgewählten Themenbereichen im Unterricht zählte die intensive Auseinandersetzung mit der Nachkriegsgeschichte seit 1945, die Gründung der beiden Staaten BRD und DDR im Jahr 1949, ebenso die Entstehung und Bedeutung des Grundgesetzes. Weiterhin wurde auch über die militärische Blockbildung in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg und über die Geschichte der Bundeswehr (u.a. Gründung 1955, Einführung der Wehrpflicht 1957, Wiedervereinigung Deutschlands 1990, Eingliederung von NVA-Soldaten, Aussetzung der Wehrpflicht 2011, „OUT OF AREA“-Einsätze“ seit Beginn der 90er Jahre, …) informiert.

Die Schüler erfuhren anschließend, dass der erste Dienstsitz des Bundesministeriums für Verteidigung auf der Bonner Hardthöhe zu finden ist und ein zweiter in Berlin (Bendlerblock) existiert. Bei der Führung der Bundeswehr wurde auf drei wichtige Personen verwiesen: Bundeskanzler Olaf Scholz (im Verteidigungsfall), die Bundesministerin für Verteidigung Christine Lambrecht und den Generalinspekteur der BW Eberhard Zorn. Eine zentrale Frage war zudem, wer überhaupt Einsätze der Bundeswehrtruppen veranlassen kann und was der Begriff „Parlamentsarmee“ überhaupt bedeutet. Es war also spannend. Die Aufgabengebiete der Bundeswehr haben sich seit Bestehen zudem erheblich erweitert. Zu ihnen zählen: Verteidigung der heimischen Grenzen, Bündnisverteidigung, internationales Krisenmanagement, humanitäre Not- u. Katastrophenhilfe, Heimatschutz, Partnerschaft und Kooperation und Cybersicherheit.

Nach dieser Informationsfülle kamen dann konkrete Fallbeispiele, z.B. Auslandeinsätze der Bundeswehr oder die Amtshilfe bei der Flutkatastrophe im Ahrtal, zur Sprache. So hatte man noch einmal die Möglichkeit zu einem persönlichen Austausch im Rahmen einer Diskussionsrunde, wo noch manche Frage geklärt werden konnte. Nach diesem Auftakt freuen sich die 10er Klassen auf den geplanten Ausflug ins Verteidigungsministerium (Hardthöhe) und den Besuch im Bonner Haus der Geschichte, der noch ansteht.