Ein Schultag voller Power

Suchtprävention auf die andere Art – das erlebten die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen der Realschule plus Hoher Westerwald, als die Voll Power-Schultour der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für einen Tag an der Schule zu Gast war.

Ziel des Tages war es, den Jugendlichen zu zeigen, dass man auch ganz ohne Alkohol Spaß haben und Grenzen im positiven Sinne überschreiten kann.  Hierfür brachte die Voll Power-Schultour professionelle Coaches und Trainer mit, mit denen die Jugendlichen in Workshops aus den Bereichen Breakdance und HipHop, Theater, Gesang und Rap, Band und Parkour viel Neues ausprobieren konnten. Ergänzt wurden die Angebote der BZgA durch zwei von der Schule organisierte Workshops aus den Bereichen Klettern und Karate, ebenfalls durchgeführt von professionellen Trainern. In den Pausen konnten alle Schülerinnen und Schüler ihr Wissen über Alkohol und dessen Wirkung im Alkoholquiz testen und leckere alkoholfreie Cocktails trinken, die von Reiner Kuhmann von der Suchtpräventionsstelle beim Diakonischen Werk Westerburg in Zusammenarbeit mit den Schülerscouts der Realschule plus Hoher Westerwald gemixt wurden.

Die Voll Power-Schultour ist Teil der bundesweiten Alkoholpräventionskampagne „Null Alkohol – Voll Power“ der BZgA. Die Realschule plus Hoher Westerwald wurde in diesem Schuljahr als eine von bundesweit 20 Schulen als Teilnehmer ausgewählt, weil sie das Thema Alkoholprävention bereits seit langem in einem jährlich wechselnden Programm mit den Schülerinnen und Schülern umsetzt.

Die Voll Power-Schultour richtet sich gezielt an 12- bis 16-Jährige, um zu einem kritisch distanzierten Alkoholkonsum anzuregen. Der Verzicht auf Alkohol wird als Gewinn für die eigene Lebensqualität kommuniziert. Mithilfe der Lebenskompetenzförderung werden selbstbestimmtes Handeln und eine positive Persönlichkeitsentwicklung gefördert und unterstützt, um damit die Entstehung von kritischen Konsummustern und Suchtverhalten zu verhindern. In der Maßnahme werden durch Mittel der Erlebnispädagogik Alternativen zum Alkoholkonsum aufgezeigt und eingeübt. Erklärtes Ziel ist es, einen verantwortungsvollen und situationsangemessenen Umgang mit Alkohol in den späteren Lebensjahren zu fördern.

Die Schülerinnen und Schüler der Realschule plus Hoher Westerwald waren mit großer Motivation und viel Spaß bei den Workshops dabei. So konnten am Ende des Schultages alle Bandmitglieder, auch ohne musikalische Vorerfahrung, ein gemeinsames Stück spielen. Die Theaterschauspieler hatten eigene improvisierte Stücke eingeprobt, die Tänzer eine gemeinsame Choreografie erstellt, mithilfe eines selbst konstruierten Seilparcours war von den Kletterern die Aula überquert und bei den Parkoursläufern der ein oder andere Salto geschlagen worden. Die Rapper hatten eigene, teils sehr persönliche Texte verfasst und die Karatekämpfer konnten nicht nur auf Japanisch zählen, sondern auch Schritte und Tritte zur Selbstverteidigung ausführen. Bei der filmischen Präsentation am Ende wurden alle Workshops mit viel Jubel und Applaus bedacht und die Jugendlichen gingen voller neuer Erfahrungen und Fähigkeiten nach Hause.