Irgendwann geht eine Reise zu Ende. Am Freitag, den 22. Juli erreichten 101 Schülerinnen und Schüler der Realschule plus Hoher Westerwald ihren lange angestrebten Schulabschluss. Hierzu begrüßte Rektorin Antje Hentrich erstmals seit 2019 wieder den kompletten Abschlussjahrgang und deren Eltern und Angehörige auf dem Schulhof der Renneroder Schule, was durch die Pandemie so zwei Jahre nicht möglich war. In ihrer Abschlussrede nahm sie Bezug auf das Lied „Die Reise“ und ging so mit den Gästen noch einmal die einzelnen Stationen der gemeinsamen Schulzeit gedanklich durch. Immerhin haben die Schülerinnen und Schüler zwei Drittel ihres bisherigen Lebens in ihrer Realschule plus verbracht, die in diesem Jahr ihren 10. Geburtstag feiert. Für manchen war das eine lange Reise. Mancher stolperte auch zwischendurch und verlängerte so seine Zeit an der Schule. Im Liedtext heißt es: „Wir starten von vorne, geben schnell auf, wir stolpern und fallen und ziehen uns wieder rauf, wir sind auf der Reise und irgendwann kommen wir an.“ Das Aufstehen und gemeinsame Durchhalten, hat sich am Ende gelohnt, denn trotz Homeschooling und manchem digitalen Crash- Kurs durften sich am Ende des Tages 64 Schülerinnen und Schüler über den qualifizierten Sekundarabschluss I und 31 Schülerinnen und Schüler über die erlangte Berufsreife freuen. Gerrit Müller, Verbandsgemeindebürgermeister von Rennerod, dankte in seinem Grußwort allen, die zu diesem erfolgreichen Ereignis beigetragen haben und den jungen Menschen als Vorbild dienten. Er betonte die Wichtigkeit, dass es Menschen gibt, die mit Geduld und Nachdruck für die Jugend da sind. Das nun erworbene Zeugnis verglich er mit einer Aktie. Sie hat nun einen Tageswert. Wie sich der Kurs der Aktie entwickelt, das wird die Zukunft zeigen. Somit appellierte er an die Abschlussklassen, sich zu engagieren und Verantwortung für sich selbst und die Gemeinschaft zu übernehmen. Und für dieses Engagement ehrte er Felix und Robin Pfeiffer und Moritz Höbel, die sich immer vorbildlich für die Belange der Schule eingesetzt haben. Den Preis der Ministerin für Bildung für besonderes soziales Engagement erhielten Fiona Boltres und Marius Wiesendahl. Als Klassenbeste wurden Melina Sabel (9d), Moritz Höbel (9e), Samira Buchner (10a), sowie Jonas Weber (10b) und Marie Müller (10c) geehrt. Mit dem Zitat „Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich.“, überbrachte Karsten Fischbach die Glückwünsche des Schulelternbeirates und Fördervereins. Auch die Schülervertretung blickte mit Humor auf die Schulzeit zurück und erinnerte an die digitalen Wochenpläne und Videokonferenzen, zu der mancher in dieser verrückten zurückliegenden Zeit nur dank des Anrufes der Klassenleitung geweckt wurde. „Wir mussten auf viel verzichten, aber haben trotzdem auch viele tolle Momente gemeinsam durchlebt.“, so das Fazit von Violetta Rieb, Fiona Boltres und Yusuf Sogukcemsme, die alle in diesem Jahr die Schule verlassen und somit aus ihrem Amt ausscheiden. Persönlich, humorvoll und auch nachdenklich blickten diejenigen Menschen auf die letzten fünf oder sechs Jahre Schulzeit zurück, die als Verantwortliche für die Klassenleitung einen ganz besonderen Kontakt zu ihren Schülerinnen und Schüler hatten. Nadja Benner, Frank Heinz, Silke Schmitter-Groß, Konrad Heuser und Grit Janczyk rieten ihren Klassen, den Werkzeugkasten für die Zukunft weiter zu packen und wünschten ihnen, dass ihre Träume erhalten bleiben und wahr werden. Nachdem alle ihre Abschlusszeugnisse erhalten hatten, durfte anschließend gemeinsam in der Westerwaldhalle gefeiert werden. Mit dem Wunsch: „Werdet glücklich!“ verabschiedete Antje Hentrich den Abschlussjahrgang 2022 auf die nächste Station ihrer ganz persönlichen Reise.

Hier die Fotogalerie zum Schulabschluss 2022 (Fotos zum Vergrößern anklicken)